Dr. Hanna Ghoneim

Dr. Hanna Ghoneim (*Damaskus 10.05.1966) ist ein melkitischer Priester aus Damaskus (Piesterweihe in der Patriarchatskathedrale zu Damaskus 11.10.1996). Seit 2004 betreut er die melkitische Gemeinde (eine mit Rom unierte Kirche aus dem Orient), die dem Ordinariat der Gläubigen des byzantinischen Ritus in Österreich angehört. Nach dem Abschluss des Doktorats an der theologischen Fakultät der Universität Wien 2010 kehrte er im Juni 2011 nach Syrien zurück. Im Sommer 2012 kam er wieder nach Wien, um seinen Urlaub mit der von ihm gegründeten melkitischen Gemeinde zu verbringen. In dieser Zeit wurde seine Pfarre in Harasta  (8 km östlich von Damaskus) von islamistischen Bewaffneten erobert und alle Christen mussten in Gebiete flüchten, die unter der Macht der Regierung standen. Das veranlasste ihn, in Wien zu bleiben. Von hier aus begann er, den Menschen seiner Gemeinde in Syrien, die geflüchtet waren, zu helfen. Als er merkte, wie großzügig und entgegenkommend die Menschen in Österreich und Deutschland auf die Not der Menschen in Syrien reagierten, weitete er das Hilfsspektrum auf andere hilfsbedürftige christliche Gemeinden – vor allem in Homs und Aleppo – aus. Um diesen Hilfsprojekten mehr Öffentlichkeitscharakter zu geben, wurden Statuten erarbeitet und Herr Kardinal Christoph Schönborn (Erzdiözese Wien) errichtete im April 2016 die Stiftung „Korbgemeinschaft-Hilfe für Syrien“. Diese ist nun auch Rechtspersönlichkeit für den staatlichen Bereich.

Die Stiftung folgt dem Ruf Christi, der auf die bittere Not der Menschen in Syrien schaut und uns heute sagt: „Gebt Ihr ihnen zu essen!“ (Mat 14:16). Sie bemüht sich mit Hilfe vieler sozialengagierter FreundInnen und Hilfsorganisationen, Hilfsprojekte für die notleidenden Menschen in Syrien zu starten, damit diese zunächst der schweren Lage des Krieges standhalten konnten und nunmehr in ihren Bemühungen um Wiederaufbau Ermutigung und Unterstützung erhalten. Sie kooperiert mit vielen Priestern und Ordensleuten in Syrien, um die konkreten Nöte der Menschen zu erkennen und Hilfe dorthin zu bringen, wo sie am Dringendsten gebraucht wird.

P. Hanna Ghoneim ist der Meinung, dass die Christen, wenn möglich in ihrer Heimat bleiben und ihren Auftrag im Sinne Christi für die notleidenden Menschen in Syrien erfüllen sollen. Das können sie nur mit Hilfe und Unterstützung ihrer Glaubensbrüder und -schwestern und der Menschen, die Mitleid empfinden mit den vom Krieg getroffenen Menschen in Syrien und ihnen helfen wollen.